Gemeindebüro in Neustadt sollte auch abends öffnen

FWG will besseren Service für die Bürger

Was bei der Verbandsgemeindeverwaltung längst selbstverständlich ist, finden die Neustädter Bürger in ihrem Gemeindebüro nicht vor:  Eine auf den Abend gelegte Öffnungszeit, zu der sie z. B. auch Beglaubigungen erhalten können, ohne dafür extra nach Asbach fahren zu müssen.

Die Freie Wählergemeinschaft hatte nun eine festgelegte Sprechzeit der Bürgermeisterin in den Abendstunden beantragt.  „In Neustadt ist die Bürgermeisterin die einzige Person, die ein Dokument oder eine Unterschrift beglaubigen darf.“  erläutert FWG-Vorsitzender Willi Winter.  „Allerdings kann in der Regel niemand Auskunft geben, wann sie erreichbar ist, und nach Feierabend steht man sowieso vor verschlossener Tür.“

FWG Neustadt (Wied): Gemeindebüro in Neustadt soll auch abends öffnen
Verwaist, wenn die Bürger Feierabend haben:
Das Gemeindebüro in Neustadt (Wied)

Durch eine regelmäßige Sprechstunde an einem Werktag und zu einer Uhrzeit, die auch berufstätigen Bürgern entgegen kommt, sollte nach Ansicht der Freien Wähler das Problem gelöst werden.  Auch ältere und jugendliche Mitbürger in den Ortschaften, die nicht mehr oder noch nicht so mobil sind, dass sie problemlos selbst das Gemeindebüro aufsuchen könnten, seien darauf angewiesen, dass andere, in der Regel berufstätige Personen sie dorthin brächten.

„In der diesjährigen Bürgerversammlung hatte die Bürgermeisterin voller Stolz berichtet, wie gut das Gemeindebüro frequentiert werde.“  berichtet der stellvertretende Vorsitzende der FWG, Rainer Högner.  „Da macht es doch Sinn, diesen Bürgerservice so zu gestalten, dass er einem heute üblichen Standard entspricht.“

Sollten durch diese Maßnahme zusätzliche Kosten entstehen, hätten aus Sicht der Wählergemeinschaft die bestehenden Dienstleistungszeiten statt ergänzt zu werden einfach an einem Wochentag in Richtung Abend verschoben werden können.  Winter:  „Wir wollten keine zusätzliche Belastung für die Steuerzahler und sind der Meinung, dass eine kostenneutrale Lösung möglich gewesen wäre.“

Trotz der vom Fraktionsvorsitzenden Heinz Roth dargelegten Gründe sah die Gemeideleitung „keine Notwendigkeit“, und wie zu erwarten, wurde auch dieser Antrag der FWG von der derzeitigen Ratsmehrheit abgelehnt.



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