Radweg nur für Eingeweihte

FWG Neustadt will Kennzeichnung und mehr Sicherheit für Radweg

„Mit hohen Kosten wurde der frühere Bahndamm zwischen Wiedmühle und Neustadt fahrradtauglich asphaltiert, und jetzt finden ihn nur Eingeweihte.“ kritisierte ein Radsportler aus Neustadt bei einem Ortstermin der Freien Wählergemeinschaft bereits Ende August 2003.
 Hier muss der Radler den Radweg verlassen
Kein Besucher oder Fahrradtourist von außerhalb käme auf die Idee, dass zwischen Ortsausgang Wiedmühle und der Autobahnbrücke ein Rad- und Fußweg von der Straße abzweigt.  Die sei ein klassisches Beispiel dafür, wie man umweltfreundlichen Tourismus und sicheres Fahrradfahren verhindere statt fördere.
 
Darüber hinaus kritisierte die FWG die mangelnde Sicherheit am Wiedmühler Ende des Weges.  Hier befindet sich eine Schranke über die gesamte Breite des Weges.  Die Radfahrer sind gezwungen, den Weg zu verlassen und entweder über scharfkantigen Schotter neben der Schranke zu fahren oder abzusteigen.  „Besonders die Radsportler, für die dieser Weg eine ideale Trainigsstrecke ist, riskieren hier ihre empfindlichen Reifen.“ berichtete ein Mitglied.  Außerdem rage das Ende der Schranke, ein offenes Metallrohr, ungesichert in den Schotterbereich hinein, so dass z. B. Radtouristen mit Packtaschen daran hängen bleiben oder radfahrende Kinder sich an Hals oder Schulter verletzen können.
 
Auch die graue Schranke selbst stelle eine Gefahr dar, weil sie in Dämmerung und Dunkelheit vor dem ebenfalls grauen Asphalt selbst mit vorschriftsmäßiger Fahrradbeleuchtung praktisch nicht zu sehen sei.  Dass dort bisher noch niemand ernsthaft zu Schaden gekommen ist, führt die FWG nur darauf zurück, dass der Weg eben nur wenigen bekannt sei.
 Verletzungsgefahr durch ungeschütztes Schrankenendstück
Die Freie Wählergemeinschaft hat am 4. September 2003 beantragt, dass die Schranke, die den Autoverkehr von der Strecke fernhalten soll, beseitigt und durch einen umklapp- oder herausnehmbaren Sperrpfosten mit Schloss ersetzt wird, der durch auffällige Farbgebung und reflektierende Streifen bei allen Lichtverhältnissen gut erkennbar ist  (sog. „Feuerwehrpfosten“).  Der Preis von ca. 130,00 Euro für einen solchen Pfosten sei eine vergleichsweise geringe Investition für ein deutliches Plus an Sicherheit, meinte die FWG.
 
Außerdem müsse durch gut erkennbare Beschilderung auf den Radweg hingewiesen werden.  Nach Ansicht der Freien Wählergemeinschaft kann der Rad- und Fußweg nur durch diese Maßnahmen zu einem sinnvollen Bestandteil des regionalen Wegenetzes und der touristischen Infrastruktur werden.
 
Auf Grund des Antrags erfolgte die Auskunft des ehemaligen Bürgermeisters, dass diese Maßnahme „auf der Liste“ stehe.  Da steht sie heute, ca. 3 1/2 Jahre später, immer noch ...
 
Bisher wurde lediglich die Schranke mit einigen reflektierenden Streifen versehen.  Die FWG wird die Angelegenheit selbstverständlich weiter verfolgen.



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